Gebrauchsanweisung

Verarbeitung

Eines sei einleitend vorweg geschickt: der Erfolg jeder Tankversiegelung steht und fÀllt mit der QualitÀt der Vorarbeit.

Bitte lesen Sie diese Gebrauchsanleitung zur Tankversiegelung genau durch, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Legen Sie sich alle benötigten GerĂ€te und Materialien zurecht, die Sie fĂŒr Ihre Tankversiegelung brauchen. Und arbeiten Sie nie ohne schĂŒtzende Brille und Handschuhe.

Galvanische Behandlungen (Verchromung), Beschichtungen sowie andere notwendige Arbeiten sollten vor der Versiegelung durchgefĂŒhrt werden, da die fertige Beschichtung bei Temperaturen ĂŒber 130° Celsius Schaden nehmen könnte.

Eine warme Arbeitsumgebung ist besser, als eine kalte. Niedrige Temperaturen verzögern die Einwirkzeit (Behandlungsdauer) wie auch die Trocknungsphase. Die in dieser Arbeitsanleitung angegebenen Zeiten beziehen sich auf eine dauerhafte Umgebungstemperatur von mindestens 15° Celsius. Bei tieferen Arbeitstemperaturen gehen Sie sicherheitshalber von einer Verdoppelung der Anwendungszeiten aus. Und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder gar darunter sollten Sie besser keine Tankversiegelung durchfĂŒhren. Allenfalls Vorarbeiten wie Grobreinigung und Entrosten können auch bei tiefen Temperaturen problemlos durchgefĂŒhrt werden.

Arbeitsvorbereitung:

Vorbereitend ist alles zu demontieren, was sich am Tank abmontieren lĂ€sst. Filter, Benzinhahn, Geber fĂŒr die Tankanzeige, Tankdeckel etc. könnten durch die Versiegelung Schaden nehmen und sind deswegen bis zum Schluss separat aufzubewahren.

Alle Öffnungen des Tanks mĂŒssen wĂ€hrend des Reinigungs- und Versiegelungsprozesses mehrfach geöffnet und verschlossen werden. Daher sollten vorbereitend passende Schrauben und Stopfen angefertigt / bereitgelegt werden. Idealerweise ist ein alter Tankdeckel vorhanden, der nach der Versiegelung verschrottet werden kann. Wenn nicht, wird eine stabile Folie benötigt, damit der Tankdeckel montiert werden kann, ohne das Tankschloss, Deckeldichtung oder EntlĂŒftungsbohrung von den Reinigungschemikalien oder dem Tankharz geschĂ€digt werden können.

Wenn die Tankaußenseite geschĂŒtzt werden soll, ist diese fest in Plastikfolie zu verpacken. Geeignet ist z.B. ein blauer MĂŒllsack, der mit Klebeband fixiert wird.

WasserprĂŒfung:

Jeder Tank ist anders. Viele Konstruktionen verfĂŒgen ĂŒber Besonderheiten. VernĂŒnftigerweise prĂŒft man vor dem EinfĂŒllen der Beschichtung daher mit Hilfe von Wasser wie sich die Überschussmenge des Tanksiegelharzes spĂ€ter optimal abgießen lĂ€sst. Je nach Konstruktion ist das meist die EinfĂŒll- oder die Ablauföffnung (bei KraftrĂ€dern die Benzinhahnbohrung). Manche Tanks lassen sich gar nicht vollstĂ€ndig entleeren. Bei solchen Konstruktionen muss dann mit entsprechend angefertigten Absaugwerkzeugen gearbeitet werden. Zum Beispiel mit einer großen Spritze samt passendem VerlĂ€ngerungsschlauch.

Bei der WasserprĂŒfung achtet man am besten auch gleich darauf wie sich die FlĂŒssigkeit am Tankboden verteilt. Und prĂŒft, ob sich grĂ¶ĂŸere PfĂŒtzen bilden. An solchen Risikostellen besteht auch wĂ€hrend der Beschichtung die Gefahr, dass zu viel Versiegelungsharz zusammenlĂ€uft und zu dick antrocknet. Bei dieser Inspektion lohnt sich auch ein prĂŒfender Blick auf die Konstruktion des Tankinneren, Positionierung der Schwallbleche, Durchlauföffnungen in den Schwallblechen, vertieft eingelassene Tankdeckel, ĂŒberhöht angebrachte TankablĂ€ufe, eingelötete Röhrchen und andere Eigenarten der Konstruktion. Dieses Wissen zahlt sich spĂ€testens wĂ€hrend der eigentlichen Versiegelung aus, wenn es gilt, die Versiegelung möglichst optimal im Tank zu verteilen, ohne direkten Einblick nehmen zu können.

Sollte der Tank Undichtigkeiten aufweisen sind diese provisorisch zu dichten, um die Grobreinigung, Entrostung, Entfettung und Phosphatierung durchfĂŒhren zu können. Vor der eigentlichen Versiegelung können diese Undichtigkeiten spĂ€ter mit dem WAGNER Einkomponenten-Tankversiegelungsharz abgedichtet werden. Achtung: auch wĂ€hrend der Grobreinigung und Entrostung können noch Undichtigkeiten frei gelegt werden. Achten Sie darauf wĂ€hrend Sie den Tank entrosten.

Grobreinigung (falls notwendig):

Stark verrostete oder verschmutzte Tanks mĂŒssen vor der Rostumwandlung unbedingt mechanisch grob gereinigt werden. Neben Zunder und blĂ€ttrigem Rost finden sich in alten Tanks oft auch gummiartige oder verharzte Ablagerungen aus alten Ölen, Fetten oder Kraftstoffen. Auch diese sollten bei der Grobreinigung entfernt werden. Bei neuen, neuwertigen, sauberen oder nur leicht angerosteten Tanks kann auf die Grobreinigung verzichtet werden.

Als ideales Hilfsmittel hat sich die gute alte Betonmischmaschine erwiesen. Der Tank wird mit ein paar HĂ€nden voll scharfem Material, wie spitzen Schrauben oder Glassplittern (z.B. von einer alten Sekurit-Scheibe), gefĂŒllt. FĂŒr die Wahl der Entrostungsmittel ist die vorab erworbene Kenntnis des Tankinneren vorteilhaft. Denken Sie daran dass Sie alle verwendeten Materialien nach der Entrostung wieder aus dem Tank entfernen mĂŒssen. Schrauben können mit einem Stabmagneten gut geangelt werden – was aber nichts nutzt wenn sie sich im hintersten von 3 Schwallblechen verkanten. Glasscherben können zwar mit Wasser immer wieder aufgespĂŒlt und herausgeschĂŒttelt werden. Aber es kann nervig und langwierig werden sie vollstĂ€ndig zu entfernen, da sie sich oft erst nach völligem Austrocknen des Tanks endgĂŒltig aus der Öffnungen schĂŒtteln lassen.

UnabhĂ€ngig vom Strahlgut kommt auf jeden Fall Wasser dazu. In etwa ein Drittel des gesamten Tankvolumens sollten mit der Mischung gefĂŒllt sein. Dann wird der Tank in Decken verpackt in die Trommel der Betonmischmaschine gelegt und gegen Herausfallen gesichert. GrĂ¶ĂŸere Tanks können außen auf der Trommel befestigt werden. Die Maschine sollte etwa zwei Stunden mit langsamer Geschwindigkeit den Tank in alle Richtungen drehen und wĂ€lzen.

Alternativ können Sie den Tank auch mit Muskelkraft rĂŒtteln und schĂŒtteln. Große Tanks können dabei evtl. von mehreren Personen bewegt werden. Der Tank muss nicht rostfrei werden, dafĂŒr ist der Rostumwandler da. Aber alle losen Lack- und Rostsplitter und vor allem alle groben, fettigen RĂŒckstĂ€nde mĂŒssen nach der Reinigung entfernt sein. Andernfalls ist der Vorgang so oft / so lange zu wiederholen, bis das Ergebnis zufriedenstellend ausfĂ€llt.

Zum Schluss muss – wie bereits erwĂ€hnt – der Tank in geeigneter Weise gespĂŒlt und gesĂ€ubert werden. Das verwendete Strahlgut ist komplett aus dem Tank zu entfernen.

Entfettung:

Vor der Entrostung steht immer die Entfettung. Auch bei fabrikneuen Tanks ist die Entfettung unbedingt notwendig! Wir bei WAGNER Oldieoel haben alle Entfettungsmittel ausprobiert, die es am Markt zu kaufen gibt. Letztlich hat sich erwiesen, dass die einfachste und billigste Methode die effektivste ist: Aceton bzw. Bremsenreiniger entfetten am besten. Aceton ist so billig und wird andererseits in so großen Mengen benötigt, dass die Versandkosten den Warenwert ĂŒbersteigen wĂŒrden. Aus diesem Grund liefern wir selbst kein Aceton aus. Man erhĂ€lt es unter anderem in FarbengeschĂ€ften und BaumĂ€rkten.

Bitte beachten Sie die ĂŒblichen Vorschriften zur Arbeitssicherheit: Aceton und Bremsenreiniger können explosive Gase bilden – rauchen Sie nicht wĂ€hrend der Arbeit und arbeiten Sie nicht in der NĂ€he von Funkenflug.

Insbesondere bei Zweitaktern und Dieselfahrzeugen ist der Tank oft regelrecht vollgesogen mit fettigen, ölhaltigen RĂŒckstĂ€nden. Diese mĂŒssen unbedingt vollstĂ€ndig entfernt werden, weil weder Rostumwandler noch Versiegelungsharz auf fettigem Grund arbeiten bzw. haften können.

Der Tank braucht nicht randvoll mit Aceton gefĂŒllt zu werden. Wichtig ist jedoch, dass der Entfetter auf jeder FlĂ€che einige Stunden einwirken kann. Durch entsprechende LageĂ€nderung des Tanks lĂ€sst sich das erreichen. Bei Tanks mit Schwallblechen muss so viel Aceton eingefĂŒllt werden, dass die Schwallbleche sicher entfettet werden.

Zum Abschluss den Tank mit Wasser spĂŒlen. Es soll kein Entfettungsmittel im Tank zurĂŒckbleiben.

Entrostung:

WAGNER Rostumwandler mit so viel Wasser mischen, wie es dem Fassungsvermögen des zu entrostenden Tanks entspricht – die maximal mögliche VerdĂŒnnung betrĂ€gt 1:60 (1 Teil Rostumwandler, 60 Teile Wasser)

Mit dieser Mischung den Tank komplett befĂŒllen. Dabei konstruktiv bedingte Luftblasen prĂŒfen. Solche entstehen z.B. bei Tanks, bei denen der EinfĂŒllstutzen vertieft in die Tankoberseite eingelassen ist. Luft unter Zuhilfenahme einer Spritze mit passendem VerlĂ€ngerungsschlauch abziehen, damit der Hohlraum sich mit FlĂŒssigkeit fĂŒllen kann. Wo das nicht möglich ist, muss der Tank nach der HĂ€lfte der Einwirkzeit so umgelagert werden, dass der Hohlraum durch die LageĂ€nderung vollstĂ€ndig geflutet wird.

Vorsicht: durch Temperaturschwankungen der Umgebungstemperatur könnte sich das eingefĂŒllte Wasser-Rostumwandler-Gemisch noch ausdehnen. In diesem Fall wird das Gemisch an der EinfĂŒllöffnung ĂŒbertreten. Diese ist also besonders zu schĂŒtzen – z. Bsp. Mit einem alten Tuch oder einem anderen Tropfschutz. WĂ€hrend der Entrostung darf der Tank jedoch niemals ganz verschlossen werden, je nach Lage also die EinfĂŒll- oder die Austrittsöffnung immer geöffnet lassen!

Die Mischung zwei Tage einwirken lassen, dann die Rostumwandler-Mischung komplett ablaufen lassen. Bei stark verrosteten Tanks braucht es mehr Zeit, 4 oder auch 6 Tage Einwirkzeit können je nach Grad der Verrostung angemessen sein. Niedrige Temperaturen verzögern die Einwirkzeit (Behandlungsdauer) nicht, die Rostumwandler-Mischung arbeitet bereits ab 0° Celsius zuverlÀssig.

Bei der Kontrolle der entrosteten OberflĂ€chen mit kleinen Spiegeln und viel Licht arbeiten. Sollte sich bei der Kontrolle herausstellen, dass das Tankinnere noch nicht zufriedenstellend entrostet ist, muss der komplette Vorgang wiederholt werden. Es kann die bereits verwendete Mischung durch ein feines Sieb oder etwas Ähnliches gefiltert und erneut eingefĂŒllt werden. Oder – zur Wirkbeschleunigung – eine neue Mischung angerĂŒhrt werden.

Vor dem zweiten Versuch ist unbedingt eine weitere Entfettung mit Aceton oder Bremsenreiniger notwendig. Versuche haben gezeigt, dass IMMER fett- oder ölhaltige RĂŒckstĂ€nde der Grund sind, wenn die Rostumwandler-Mischung keine zufriedenstellende Wirkung zeigt. Gerade bei Zweitaktern und Dieselfahrzeugen – aber nicht zwingend nur dort – haben sich fettige RĂŒckstĂ€nde oft tief in die Rost- und Zunderschichten geschlichen und sind nur schwer vollstĂ€ndig zu entfernen. Auf fettigem Grund aber kann kein Rostumwandler arbeiten. Und auch die spĂ€tere Versiegelung wĂŒrde dort nicht haften.

Je nach VerdĂŒnnungsverhĂ€ltnis / Konzentration der Rostumwandler-Wasser-Mischung könnte nach dem Austrocknen leicht wieder Flugrost im Tank entstehen. Wir empfehlen mit der verbleibenden Menge des Rostumwandlers eine finale Phosphatierung durchzufĂŒhren.

Reinigung nach der Entrostung

Weder Staub, RĂŒckstĂ€nde noch flĂŒssiger Rostumwandler dĂŒrfen im Tank verbleiben. Daher ist abschließend sofort nach der Entleerung des Rostumwandler-Wassergemisches immer eine grĂŒndliche EndwĂ€sche mit Aceton durchzufĂŒhren, bis die OberflĂ€che sauber, trocken und griffig ist. Je nach Verschmutzungsgrad mehrmals frisches Aceton einfĂŒllen und krĂ€ftig auswaschen. Ein Antrocknen der gelösten RĂŒckstĂ€nde wird somit vermieden. Bitte nach der Reinigung kein Wasser mehr in den Tank geben, nur mit reinem Aceton ausspĂŒlen. ÜberprĂŒfen Sie zudem, ob die OberflĂ€che stahlblank und tragfĂ€hig fĂŒr die abschließende Beschichtung ist.

Finale Phosphatierung (optional):

Zur WirkverstĂ€rkung der Phosphatierung den verbliebenen Rostumwandler im VerhĂ€ltnis 1:5 mit Wasser mischen und in den noch feuchten Tank fĂŒllen, im Tank durch schĂŒtteln verteilen und etwa 2 – 4 Stunden einwirken lassen. Dabei den Tank mehrfach drehen und umlagern, damit alle FlĂ€chen phosphatiert werden. Die Phosphatschicht wird selten ganz gleichmĂ€ĂŸig gelingen, oft sind Flecken oder LĂ€ufer nicht zu vermeiden. Das ist abhĂ€ngig vom Zustand des Untergrunds. FĂŒr die QualitĂ€t der Tankbeschichtung spielt das aber keine Rolle.

Der Rostumwandler hinterlĂ€sst in den meisten Tanks eine metallisch saubere, grau phosphatierte OberflĂ€che. Je nach AuftragsstĂ€rke dieser Phosphatschicht kann auf der OberflĂ€che ein pulverartiger Staub zurĂŒckbleiben. Bei anderen Tanks entsteht auf der OberflĂ€che eine sehr dicke Phosphatschicht. Insbesondere bei zu langer Anwendungsdauer kann eine gallertartige Schicht zurĂŒckbleiben.

Weder Staub noch RĂŒckstĂ€nde oder flĂŒssiger Rostumwandler dĂŒrfen im Tank verbleiben. Daher ist abschließend immer eine grĂŒndliche EndwĂ€sche mit Aceton durchzufĂŒhren, bis die OberflĂ€che sauber, trocken und griffig ist. Bitte nach der finalen Phosphatierung kein Wasser mehr im Tank verwenden – nur mit reinem Aceton ausspĂŒlen. Auf der so gesĂ€uberten OberflĂ€che kann dann direkt versiegelt werden.

Anfallende Restmengen Aceton bitte der Problemstoff-Entsorgung zufĂŒhren.

Trocknung:

Abschließend sofort alle Öffnungen am Tank freilegen und fĂŒr Luftzug sorgen, idealerweise mit einem Kompressor ausblasen. Die Trocknung durch HeißluftgeblĂ€se oder Fön unterstĂŒtzen. Der Tank soll so schnell wie möglich komplett trocknen, um neuen Flugrost zu vermeiden.

Abdichtung (falls notwendig):

Sollten sich bei der WasserprĂŒfung Undichtigkeiten gezeigt haben können diese nun mit dem WAGNER Einkomponentenharz abgedichtet werden. Wo möglich kann die entsprechende Naht/das entsprechende Loch von außen mit dem Tanksiegelharz vorbehandelt werden. Zwei oder drei Schichten Harz aufbringen und dann die Innenversiegelung durchfĂŒhren.

Bei grĂ¶ĂŸeren DurchbrĂŒchen muss die betreffende Stelle durch Schleifen von Farbe befreit und mit Rostumwandler behandelt werden. Dann wird ein entsprechend zugeschnittener Flicken aus Glasfasergewebe geschnitten und mit Tanksiegelharz auf den Durchbruch geklebt. Die Flickstelle anschließend mit einem Pinsel dĂŒnn mit Tankversiegelungsharz einstreichen. Nach einigen Stunden, wenn das Harz fest eingetrocknet ist, eine zweite Schicht Harz aufbringen. PrĂŒfung einige Stunden spĂ€ter wiederholen, dann eine dritte Schicht Harz aufstreichen.

Wenn das Tankversiegelungsharz außen nicht zu sehen sein soll, kann man auch probieren, die poröse Stelle fest mit Panzerklebeband abzukleben und dann die Innenversiegelung durchzufĂŒhren. In diesem Fall sollte die Innenversiegelung aber an der Schadstelle mindestens dreischichtig erfolgen. Klebeband erst nach vollstĂ€ndiger Durchtrocknung des Tanksiegelharzes entfernen, frĂŒhestens 10 Tage nach der Beschichtung.

Beschichtung:

Das WAGNER Einkomponentenharz hĂ€rtet unter Luftfeuchtigkeit aus. Daher ist es ratsam, die Beschichtung bei völlig ausgetrocknetem Tank durchzufĂŒhren, damit die Restmenge nicht mit Feuchtigkeit in BerĂŒhrung kommt. Abgegossene Restmengen sind gegen Luft- und Feuchtigkeitszutritt sorgfĂ€ltig zu dichten und können so noch einige Zeit spĂ€ter fĂŒr weitere Beschichtungen verwendet werden.

Vor der Versiegelung mĂŒssen alle Tanköffnungen wieder sorgfĂ€ltig verschlossen werden. Die EinfĂŒllöffnung wird nach dem EinfĂŒllen des WAGNER Einkomponentenharzes ebenfalls verschlossen – idealerweise mit einem geeigneten alten Tankdeckel. Soll der Tankdeckel spĂ€ter als solcher wieder verwendet werden kann er beim Zudrehen mit einer reißfesten Kunststofffolie unterlegt werden – damit z.B. die TankentlĂŒftung nicht versehentlich mit abgedichtet wird.

Die Schutzverpackung des Tanks ĂŒberprĂŒfen. Kommt trotz aller Vorsicht Harz an Stellen, wo es unerwĂŒnscht ist, kann es mit Aceton oder PU-VerdĂŒnner entfernt werden. Auf trockenen OberflĂ€chen sind BeschĂ€digungen beim Entfernen des Harzes nicht auszuschließen!

Erste Schicht:

Die je nach TankgrĂ¶ĂŸe notwendige Menge WAGNER Einkomponentenharz in den Tank einfĂŒllen und diesen krĂ€ftig schĂŒtteln, anschließend sorgfĂ€ltig ausschwenken. Das Harz soll dabei alle InnenwĂ€nde, insbesondere auch eventuell vorhandene Schott- und Schwallbleche, vollstĂ€ndig benetzen.

Nach etwa 5 bis 10 Minuten Schwenkzeit die im Tank verbliebene Restmenge Harz abgießen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang wirklich die gesamte Überschussmenge aus dem Tank herauszuholen. Notfalls mit Hilfe einer Spritze mit passender VerlĂ€ngerung (z.B. Silikonschlauch) absaugen. Restmengen, die aus dem Tank entleert werden, nicht wieder in das Originalgebinde zurĂŒckgießen, sondern ein separates GefĂ€ĂŸ verwenden.

Sollte der Tank ĂŒber EntlĂŒftungsröhrchen verfĂŒgen sind diese nun mit Druckluft auszublasen, um sie frei zu halten und eine versehentliche Verstopfung zu vermeiden.

Bis die FlĂŒssigkeit ihren Stockpunkt erreicht, vergehen je nach Umgebungstemperatur etwa 4 Stunden. In dieser Zeit sollte der Tank immer mal wieder gedreht werden, um die Fließrichtung zu Ă€ndern. Zum Schluss bildet sich an der tiefsten Stelle eine unvermeidbare Restmenge FlĂŒssigkeit. Deswegen sollte der Tank abschließend so platziert werden, dass diese eingedickte RestflĂŒssigkeit die Funktion nicht stören kann.

Bei einigen wenigen Tanks sammelt sich bauartbedingt trotz grĂ¶ĂŸter Sorgfalt immer wieder eine grĂ¶ĂŸere Menge Tanksiegelharz in Form einer PfĂŒtze an der tiefsten Stelle des Tanks. Eine solche muss abgesaugt werden, bevor sie zu dickflĂŒssig wird. Ist die FlĂŒssigkeit erst eingedickt ist ein Absaugen nicht mehr möglich!

Zweite Schicht

Wenn die Innenbeschichtung angetrocknet und nicht mehr klebrig ist (dauert je nach Verarbeitungstemperatur etwa 12 – 24 Stunden) den Rest des WAGNER Einkomponentenharzes einfĂŒllen und ausschwenken, wie vorstehend beschrieben. Die im Tank verbleibende Restmenge wiederum komplett ausleeren.

Eine Nachbeschichtung ist nach einer AushÀrtezeit von mehr als 48 Stunden nicht mehr möglich, weil sich die beiden Schichten dann nicht mehr miteinander verbinden können. Sollte es umstÀndehalber trotzdem passiert sein und die erste Schicht ist bereits ausgehÀrtet muss auf die zweite Schicht verzichtet werden.

Ausbessern (falls notwendig):

Die Randstellen der Öffnungen fĂŒr Tankgeber, Pumpen, TankeinfĂŒllstutzen etc. pp. sowie die metallenen Stellen derselben können mit Hilfe von WattestĂ€bchen oder kleinen Pinseln mit Versiegelungsharz nachbearbeitet werden.

AushÀrten:

Zum AushĂ€rten den Tank in einem gut belĂŒfteten, trockenen Raum offen lagern. Die AushĂ€rtezeit der fertigen Innenversiegelung im Tank betrĂ€gt bei Temperaturen ĂŒber 15° C. etwa 7 bis 8 Tage. Unter 15° C. Umgebungstemperatur den Tank vor der ersten BefĂŒllung sicherheitshalber doppelt so lange aushĂ€rten lassen.

Reinigung:

Alle benutzten GegenstÀnde und Werkzeuge können mit Aceton gereinigt werden, solange das Harz noch nicht durchgetrocknet ist.

Technische Hotline: +49 (0) 9085 – 960 110